
SJP aka Sabrina Guilloud
War das wieder mal ein Gaudi heute Abend! Die Miss Schweiz Wahl erstrahlte im neuen Kleidli. Die Kandidatinnen dagegen trugen die ewig grässlich gestrigen Fahnen von Frau Egli. Und Sven’s Gesichtsfarbe erinnerte an die Aufführung eines Krippenspiels, wenn die drei Könige mit viel Schuhwichse im Gesicht die Bühne betreten.
Allerdings trugen nicht nur die Kandidatinnen Eglis tolle Fahnen, auch ein anderer trug an diesem Abend «es schiggs Sofa», wie unsere Kollegin Dimiona treffend bemerkte:

Damit wäre eigentlich schon alles gesagt. Ach so, ja, eine neue Miss hat’s auch noch gegeben. Sie heisst…wie hiesst sie nur schon wieder…ja genau, Kerstin Cook. Warum Kerstin, wird wohl nicht nur uns für immer ein Rätsel bleiben. Auch unsere Nachfahren dürften über den digitalen Fresken aus ferner Vergangenheit mit ungläubigem Staunen brüten.

Bild: via @gerrylive
Wir fragen uns ernsthaft, ob hinter der Bühne ein Bingo-Mann sein Zahlensäckli schüttelte und dann halt die Siegerinnennummer zog. Oder so.
Die ganz grosse Enttäuschung war aber der Ablauf der Show. Bedingt durch die Reduktion von 16 auf 12 Kandidatinnen hatten wir uns intellektuelle Schmankerl der Extraklasse erhofft. Doch die Fragen, mit denen die drei Finalistinnen konfrontiert wurden, waren derart banal, dass man damit auch einen Fragebogen für Kindergärteler füllen könnte. Wahrscheinlich eine Konsequenz des letztjährigen Wahlfiaskos, als die nachmalige Gewinnerin Linda Fäh durch eine an sich nicht all zu anspruchsvolle Frage derart überfordert war, dass sie dadaistisch freestylemässig antwortete und eine Nation in kollektives Stirnrunzeln versetzte.
Ein kleines Highlight in der Frage-Antwort-Runde hatte die neue Miss Schweiz Kerstin Cook aber doch noch auf Lager. Irgend so eine belanglose Frage beantwortete sie mit den Worten “es isch wichtig, dass du gläubsch a dich”. Nachdem unser Ex-Mister André Reithebuch den Illetrismus in unserem Land salonfähig gemacht hatte, kommt jetzt also unsere neue Miss Schweiz und schlägt integrationsmässig korrekt die lange fällige Bresche zum Balkan-Schweizerdeutsch. Holdrio.
Daneben hat Kerstin Cook für ihr Missen-Jahr natürlich noch andere Anliegen: Ausstrahlung, Weltfrieden, Familie und ihren Freund, mit dem sie unglaublich glücklich ist und mit dem sie selbstverständlich auch das strenge Missen-Jahr überstehen wird. Sie ist eben nicht nur Miss Schweiz, sondern auch eine gute WAG!
PS: Gute Besserung an alle TV-Slammer!