Am vergangenen Sonntag hab ich wieder mal meinen Fernsehapparat in Betrieb genommen. Blöderweise verklemmte sich meine Fernbedienung ausgerechnet auf RTL. Da lief eine neue Reality Soap namens “Die Farm”. Unter den Teilnehmenden der Sendung, in der ein paar Unterbelichtete um den Titel “Farmer des Jahres” kämpfen, ist auch eine Schweizerin.

RTL/Stefan Menne
Ivana wird in der Sendung, deren Debilheit höchstens noch von der Jerry Springer Show getoppt werden könnte, als das heisse Busenwunder aus der Schweiz gehandelt. Die notgeilen Typen sind entsprechend angetörnt, wenn sie im BH ihre Höschen wäscht.
Die 21-jährige Schweizerin ist sich dafür aber nicht zu schade. Sie will gewinnen, um ihr Studium zu finanzieren. Für Heidi Klums Zickenzirkus war sie leider zu dick.. Ein breiteres Publikum als bisher hat sie mit der “Farm” jedenfalls schon erreicht. Dass sie es letztes Jahr nicht in die Top drei der Miss Tuning Schweiz geschafft hatte, lag wahrscheinlich nur an der Frisur.

miss-tuning.ch
Was ist falsch am Cover der aktuellen Weltwoche (Nummer 34, 20. August 2009)?

Das ist falsch:

Oder will jemand behaupten, Amber Steele gehöre nicht zu den Ikonen der Schweizer Damenwelt?

Es ist sicher eine grosse redaktionelle Herausforderung, das Titelblatt eines Magazins richtig zu besetzten. Vor allem als Redaktor einer Genossenschaftszeitung, mit der die Mehrheit Bratwurst und Schoggistängeli in Verbindung setzen und nicht Promis, Stars oder Mode.
Diese Woche ist der MM-Redaktion der perfekte Brückenschlag gelungen. Silvia Blocher ziert mit ihrer biederen Herrliberg-Millionärshausfrauen-Art das Cover.
Genau so eintönig wie ihre Kleidung gibt sie sich im Interview. Immer schön konservativ: Ihr Lieblingsbuch handelt von 2 Missionaren in Neumexiko. Ihr Lieblingsmaler ist Hodler, wer sonst! Gibt’s eigentlich noch andere Maler? Nein, Frau Blocher, bestimmt nicht! Ihr Lieblingsessen ist Züri Gschnätzlets – ja, sie ist bescheiden (“ein Haus muss funktional sein”) und treu (“mein bester Entscheid war, dass ich meinen Mann geheiratete habe”).
Ich muss Frau Blocher zumindest in diesem Punkt zustimmen. Gott sei dank hat sie den armen Bauernsohn damals geheiratet. Was hätte er wohl noch alles “bosget”, wenn er noch mehr Zeit für die Politik gehabt hätte? Die Sklaverei für Asylbewerber eingeführt? Danke Silvia für dein Opfer!
Das Aufregendste am ganzen Bericht ist wohl, dass Silvia Blocher ihr Alter (64) abdrucken lässt. Alles andere verschwindet in der Züri-Gschnetzlete-Alltagsromatik des SVP-konservativen Haushalts am Herrliberg.
Hier kann der MM-Artikel nachgelesen werden: Silvia_Blocher.pdf





Liebe Frau Renata Domenica Angehrn-Würmli
Nach all diesen Fotos habe ich nur eine Frage: Waren Sie, bevor Sie Promi-Vermittlerin wurden, Lastwagenchauffeuse?
Freundliche Grüsse
Amber Steele

Amber sei Dank durfte ich heute doch noch mit der neusten Schweizer Illustrierten aufs stille Örtchen. Obwohl ich gar nichts von Lesen aufm Klo halte, erfüllt die SI doch immer ihre Pflicht – und das ist gut so!
Nach meinem Aufenthalt auf dem Thron war ich aber nicht etwa erleichtert und zu neuen Schandtaten aufgelegt, nein, im Gegenteil: ich war traurig, enttäuscht, wütend … und mich plagte ein immenses Hungergefühl. Nachdem ich mir den Ranzen vollgepackt hatte, kehrte ich noch einmal in mich, um meine negative Stimmungslage zu analysieren. Schnell kam ich zum Schluss, dass meine Laune mit diesem Titelbild der SI im Zusammenhang stehen muss.

Naja, was gibts schon über Sandra Boner zu berichten. Nichts, nichts und wieder nichts… Schönste Schweizerin (oder 2.schönste.. egal) soll sie ja sein (ich dachte eigentlich, das wäre die Toyloy – aber da nimmt wohl die Marketing- und PR-Abteilung der Miss Schweiz Organisation ihren Job nicht so ernst..), auf dem Leutschenbachdach arbeitet sie und auch sonst find ich alles sehr langweilig und unspektakulär. Aber was gibts schon aus meinem Leben spannendes zu berichten.. Eben!
Dieses Titelbild des neuen Sonderheftes der Schweizerillustrierten mit dem prägnanten Namen GRUEN scheint mir dann aber doch sehr abgefahren. Was um Himmelswillen ist das für eine clowneske Gestik? Wird die Boner in Bälde mit dem Leutschi-Zirkus durchbrennen? Aus lauter Stephan Langeweile hab ich der Boner mal ein total heisses Outfit verpasst:

Passt doch!
Kürzlich, als ich unter starkem Alkoholeinfluss mit Andre durch die Strassen Basels zog, fiel mir einfach so eine Zeitschrift in die Hände (passiert mir noch oft, wenn ich besoffen bin): „Highlights“, hiess das gute Stück und ich dachte noch so: Wow, ist das die Whitney?

Sieht ja heiss aus! Ich packte die wertvolle Ware in meinen Mamutt-Rucksack und setzte mich am Bahnhof noch ein bisschen auf die Bank. Andre spielt unterdessen ein romantisches Lied auf seiner Mundharmonika.
Zurück im Klatschheftli-HQ, und wieder in nüchternem Zustand, studierte ich die Zeitschrift ein bisschen genauer. Auch auf dem nächsten Bild gefiel mir Whitney sehr gut, fast noch besser als auf dem ersten.

Soll ich jetzt einen Komplimentos-Bericht schreiben? dachte ich, leicht gelangweilt. Irgendjemandem-sei-Dank schlug ich dann aber noch eine weitere Seite auf, und da wars:
…hier geht die Story weiter!

Freude herrscht! Nachdem die SonntagsZeitung vom 18.1. unseren Roman schon an die Spitze der am schlechtesten gekleideten CH-Promis gesetzt hat – Markenzeichen Teenie-Style und das mit 38 Lenzen – will klatschhheftli.ch dem natürlich in Nichts nachstehen. Von uns also die Siegertrophäe für die lustigste ‘Pubertäts-Igeli-Frisur’. So neckisch, so süss! Wer so viel Reife, so viel Lebenserfahrung ausstrahlt, der ist doch geradezu prädestiniert, uns Lemminge mit tiefschürfenden Weisheiten zu beglücken: was im Leben wirklich zählt!
Romans Vorgänger, der Gewinner von 2008,

gratuliert herzlich!
PS: Gölä, auch Roman empfiehlt sich für das eine oder andere ‘Grännihaar’…

Soso, Bligg ist also Hitparadenkönig. Gratulation. Meine Emotionen ab diesem Titel und ab Bligg in dieser Position halten sich in Grenzen. Was meine Emotionen aber in Wallungen bringt, ist dieses Foto! Da sitzt doch tatsächlich der „Pimp of the Nation” auf einem grün/goldenen Louis Toujours-Brokat Sofa! Grün/Gold! Ziehts Euch rein! Ist das übel oder was?! Aber meine Emotionen werden noch weiter negativ gewallt: dahinter hängt ein fuchsiafarbener Vorhang!! Und da steht auch noch ein Kerzenleuchter mit brennenden Kerzen!! Aaaaaaahh!! Sagt mal, geht’s diesem Stylist, welcher das Styling für dieses Foto durchgeführt hat, eigentlich noch gut?
Und dann noch ein paar Worte zum Monsieur: Jetzt da Bligg ja „tüchtig auf den Putz hauen” kann, soll er sich doch als erstes mal ein Hemd in seiner Grösse kaufen. Am Besten tut er dies bei nadelstreifen.ch. Und dann sollte auch gleich noch ein massgeschneiderter Anzug folgen. Auch wir wollen was fürs Auge – und Bligg im Anzug, das könnte doch noch was werden, richtig?

Elizabeth Teissier hatte eigentlich nie meine grosse Aufmerksamkeit. Ich bin zwar schwer davon überzeugt, dass mein Sternzeichen sich mit gewissen anderen nicht verträgt, und dass die Sternenkombination bei meiner Geburt wichtiges aussagt über meine Männerwahl. Aber alles andere ist mir dann doch zu esotherisch und gewissermassen irrational.
Als ich jetzt aber das neue Cover der SI sah, wurde mir plötzlich einiges klar: E-Teiss versucht sich nicht nur in Hellseherei, nein, sie sagt Modetrends voraus! Weshalb ich davon so überzeugt bin, liebe Leserinnen und Leser? Lassen Sie mich erklären:
Das Kleid auf dem Cover sagt uns folgenden Trend voraus: Home Utility Goes Fashion! E-Teiss kombiniert dabei gekonnt zu ihrem Fuchsia-Taft-Kleid einen dazupassenden Tischläufer aus der neusten Kollektion von Le Jacquard Français. Ist dies nicht wunderschön? Um den Tischläufer zusammenzuhalten sind nun der eigenen Phantasie keine Grenzen gesetzt: Kombinieren Sie doch dazu einen schönen Serviettenring, wie Sie ihn bestimmt bei Manor finden. Oder wieso auch nicht gewagter und einer dieser zauberhaften Vorhangmagnete, welche in jedem Baumarkt zu finden sind?
Neben der eben vorgestellten Linie versucht sich E-Teiss natürlich auch noch auf der dramatischen Linie:

Diese Kollektion nennt sich Miss Dracula goes Louis X. Wie entzückend. Auch hier blickt ETeiss ganz klar in Richtung Zukunft: Im Finanzkrisezeitalter ist es Ehrensache, die Vorhänge von den Schienen zu holen und um die Hüfte zu binden. Und für das Oberteil soll frau doch einfach den Brokatbezug von Ur-Omas Chaise-Lounge abziehen und auf die Brust kleben. So macht Mode Spass! Oder freuen Sie sich jetzt nicht auch auf den nächsten Fashion-Sommer?