Rot-Grün machte das Rennen um den Zürcher Stadtrat. Prinz Zweifelherz und Sancho Tuena waren in diesem Kampf chancenlos, nicht einmal das absolute Mehr konnten sie erreichen. Eine richtige Schlappe. Der Vorschlag von Prinz Zweifelherz, die Verräterin Eveline Widmer-Schlumpf zu vierteilen, fiel offenbar nicht auf fruchtbaren Boden.
Das hindert die Recken jedoch nicht daran, andere Verlierer klein zu machen. Zur Niederlage der FDP meint Zweifel laut Tagi, die angetretenen Kandidaten seien sowieso keine FDPler. Gut, wenn SVPler wissen, wie FDPler zu sein haben.
Bereits wetzen die beiden unermüdlichen Kämpen ihre Schwerter für die nächste Schlacht. Um die rot-grüne Windmühle zu besiegen, möchte Zweifel, dass nun auch alle die in Zürich arbeiten, also die Hälfte aller Aargauer und Thurgauer, in Zürich wahlberechtigt sein sollten. “Damit wäre Zürich bürgerlicher” meint Zweifel weiter. Zweifellos!
So wie auf dem untenstehenden Beispiel wird es nicht mehr gehen!
Bild: 20min
Wenn der Entscheid der Basler Regierung eine Signalwirkung entwickelt, werden wir in Zukunft wohl auch nicht mehr in den Genuss solcher Bilder in gewohnter Biellmannscher Freizügigkeit kommen:
Bild: blick.ch
Auch wenn es sich dabei wahrscheinlich nicht um eine Puff-Werbung handelt, kann das Bild doch eine solche Assoziation hervor rufen und müsste alleine schon wegen Irreführung des Adressaten verboten werden.
Für jene, die es noch nicht gemerkt haben: wir reden hier von der ehemaligen Stadtpräsidentin von Neuenburg sowie den amtierenden Stadtpräsidenten Berns und Zürichs. Und bei so viel Pöbelei könnte man doch glatt auf die Idee kommen, dieses Triumvirat müsse garantiert die Schweizer Demokraten oder die SVP vertreten. Dem ist aber keinesfalls so. Alles Repräsentanten der ‘Wir-stehen-für-Respekt-und-Toleranz-Partei’ SP. Die mit der wirren Werbung.
Da bleibt wirklich nichts anderes übrig, als den Zustand der Partei pantomimisch in Szene zu setzen.
Nach eingängiger Analyse des folgenden Videos, indem Mauro erst bejubelt und dann ausgebuht wird, kommen wir zum Schluss: Mauro hat die noch unrealisierte Staffel von Switzerland’s Next Top Actor bereits gewonnen. Insbesondere die schräge Schnute zu Beginn der Buh-Phase ist Weltklasse:
Weitere potentielle Kandidaten für SNTA, die sich anlässlich des ZHdK-Castings vor die Kamera stellten, waren:
Am nächsten Sonntag, 7. März, wird alles vorbei sein. Die vertrauenserweckenden Köpfe werden uns nicht mehr von den Plakatwänden entgegenlächeln und Corine Mauch wird für eine Weile die Plattenteller ruhen lassen. Die Kommunalwahlen 2010 werden passé sein.
Schweizer ist er zwar nicht, der geistig verwirrte Wüstensohn Muammar Gaddafi. Möchte er vermutlich auch nicht werden. Denken wir mal. Aber seine Affinität für unser Land und seine pointierten und fundierten Aussagen machen ihn faktisch zu einem Auslandschweizer. Punkto Gehalt seiner Aussagen kann Mummi ausserdem locker mit unserer Cervelat-Intelligentia Linda Fäh oder Renzo Blumenthal mithalten. Und dann sieht er auch noch so unverschämt gut aus! Und kleidet sich wahnsinnig schick.
Reuters
Keystone
Für uns keine Frage, dieser Mann hat das Wurstsein quasi erfunden. Wir können also nicht umhin, ihn zur Ehrencervelat zu küren. Das hat er sich redlich verdient. Glückwunsch Mummi!
SP-Nationalrat Ricardo Lumengo entschied sich für die „Pfarrer-Sieber-Taktik“. Der Bieler half «überforderten» SP-Sympathisanten, ihre Wahlzettel auszufüllen. (Überfordert? Wie die Spitze, so die Basis, meinen wir dazu.)
Foto: Priska Grütter
Wir finden die jeden-Tag-ne-gute-Tat löblich und plädieren dafür, dass alle 44 Überforderten gleich Herrn Lumengo als Vormund erhalten sollten. Körper- und Stimmgewicht würden dann zumindest bei ihm wieder übereinstimmen.
Am 7. März ist bekanntlich Abstimmungswochenende. Die grösste Stadt der Schweiz wählt auch ihre Regierung, den Zürcher Stadtrat. Zur Wiederwahl an tritt auch der Welt unsichtbarste Stadtpräsidentin, Corinne Mauch. Eigentlich sollte es ein Leichtes sein, dieses Amt angesichts des ‘Leistungsausweises’ der Amtsinhaberin zu ergattern. Wenn es denn eine/n vernüftige/n Gegenkandidatin/en geben würde. Doch genau da liegt das Problem: zur Auswahl steht nebst Corinne-mich-gibt-es-eigentlich-nicht-wirklich-Mauch the one and only ‘Susi für Züri‘. Hey…soo schööön, dieser Slogan.
Susi Gut, ehemaliges Mitglied der Schweizer Demokraten und der SVP und nunmehr mit der eigenen Partei PFZ (Partei für Zürich) mit geschätzten 7.23 Mitgliedern unterwegs, kandidiert für das Präsidium. Wohlverstanden, wir reden hier lediglich über das höchste Amt in der grössten Schweizer Stadt.
Aber als pflichtbewusste, mündige Bürger wollten wir uns etwas schlau machen, wer diese Susi Gut überhaupt ist. Wie es sich gehört, hat natürlich auch Susi ihre eigene Homepage, eine nützliche Informationsquelle also.
Als erstes fallen das trendige Design der Webseite und der Besucheransturm auf. Und auch punkto Informationsgehalt lässt die Seite kaum Wünsche offen. So erfahren wir z.B., dass Susi ein Politologie Studium absolviert hat. Ihren eigenen Aussagen zufolge handelt es sich dabei allerdings um einen einjährigen AKAD-Kurs (auf der AKAD-Seite sind wir zwar nicht fündig geworden…). Weiter erfahren wir, dass Susi Kosmopolitin ist. Es gab Sprachaufenthalte in Italien, Frankreich, Teneriffa und Kanada. Im Fall von Kanada gehen wir davon aus, dass der Aufenthalt in Québec, also im französischsprachigen Teil Kanadas stattgefunden hat.
Anders können wir uns die Rubrik ‘Speak’s’ auf Susis Homepage nicht erklären. Das muss wohl Québecois für ‘Speeches’ sein.
Was wir nach der Minarett-Verbots-Abstimmung kolportiert hatten, scheint sich zu verdichten: Renzo Blumenthal hat Grosses vor auf dem Parkett der eidgenössischen Politik. Nachdem seine Aussagen zum Abstimmungsresultat doch eher gemischte Gefühle – um nicht zu sagen Kopfschütteln – ausgelöst hatten, hat er den Lapsus umgehend korrigiert und sein politisches Fingerspitzengefühl eindrücklich unter Beweis gestellt.
Und jetzt, jetzt wird Stufe zwei gezündet, wird sozusagen aussenpolitische Feldforschung betrieben. An der Seite von Nicolas Hayek, Bertrand Picard und insbesondere Aussenministerin Micheline Calmy-Rey darf Renzo als offizieller Repräsentant der Schweiz an der Weltausstellung in China amten.
Wir sind etwas irritiert und gleichzeitig beeindruckt ob dieser fast schon symbiotischen Verbindung von grossem Leistungsausweis für unser Land und spassgesellschaftlichem Helvetismus. Wir kommen nicht umhin, daraus abzuleiten, dass Renzo für sein zukünftiges politisches Amt in der Landesregierung vorbereitet werden soll. Zumal die Tage des aktuellen Bündner Bundesratssitzes wohl gezählt sein dürften.
Renzo meint übrigens, er sei gespannt, wie das internationale Expo Publikum auf seine Erklärungen in Rätoromanisch reagieren werde. Wir auch.