Am Swiss Award stürmten plötzlich ein Pandabär und ein Hund die Bühne und knuddelten DJ Antoine. Die meisten Gäste ahnten nichts und dachten nichts. 20 Minuten deckte gestern jedoch auf, dass es sich dabei um Promo für Der Zoo & die Party handelte, eine Party, die am 5. März in der Kaserne in Zürich stattfand.

tillate.com
So weit so gut. Die Promoaktion der Plüschtiere scheint funktioniert zu haben. Aber wann findet nun Antoines Pyjamaparty statt? 20 Minuten, bitte rausfinden! Damit ich weiss, wann ich die Stadt verlassen muss.
Da surft man nichtsahnend auf tilllate.com ‘rum, um nach gutem Klatschheftli-Material zu suchen und dann das:

DJ-Tatana. Senior-DJ-Tatana.
Was um Himmels Willen ist mit der armen Frau bloss passiert?
Das Haar!
Das Haar!
Um Gottes Willen, jemand sollte ihren Coiffeur öffentlich auf dem Paradeplatz für seine Schandtaten büssen lassen.
Wir verstehen ja, dass Frauen dazu neigen, sich nach einer Trennung haartechnisch verändern zu wollen. Aber das, DAS ist zuviel. Das wünscht man seiner schlimmsten Feindin nicht. Tati, bitte, mach dich wieder brünett und iss ein paar schöne Steaks. Jässes.
Gestern Abend war es also so weit – die Swiss Music Awards wurden zum dritten Mal vergeben. Leider konnten wir nicht vor Ort sein. Erstens war gestern unser jährlicher Spitalausflug (BJ: Augen-OP; Amber: Boobjob). Und zweitens waren wir sowieso nicht eingeladen. Schliesslich will man Medienpartner, die einen loben, rühmen, liebkosen. Und keine Pöbeleien aus dem Untergrund. Aber mit dem beliebten Musikportal 78s war die klatschheftli.ch-Philosophie würdig vertreten. Ein paar Müsterchen aus der Liveberichterstattung gefällig?
“DJ Antoine trägt meine Krawatte als Anzug. Violett.”

78s
“Lovebugs sind da. Auch bekannt unter: 5 Männer, 1 Frisur.”
“Elmar Ledergerber ist eingetroffen. Seiner Nachfolgerin zu Ehren trägt er eine graue Krawatte.”
“Es werden gerade die Dirt Swiss Music Awards angekündigt (die Dritten, auf Englisch, you know).”
Das ist gut, das könnte echt von uns sein. Das ganze Protokoll kann man hier nachlesen. Es lohnt sich.
Viel anzufügen gibt’s eigentlich nicht mehr. Ausser, dass wir uns für Yello und Big Zis freuen – wenigstens zwei würdige Preisträger an diesem Abend. Warum die Kategorie von DJ Antoine Best Album Dance National heisst, ist uns schleierhaft. Die müsste doch Best Album Pinch National heissen, nicht wahr?
Und zum Schluss noch ein Kommentar zum 78s-Bericht, der es treffender wohl nicht auf den Punkt bringen könnte: 
Endlich wird’s Frühling. Der Winter war lang und hart, aber langsam spriessen die ersten Vorboten des erträglichen Lebens. Und welches ist die untrüglichste Form von Frühlingserwachen? Genau, Krokus. Und Krokus kommt dieses Jahr nicht bloss in farbigen Blüten daher, nein, Krokus kommt auch mit einem neuen Rock-Album. Als alter Rocker muss ich zugeben, das Bald-Rentner-Werk kommt gar nicht mal so übel daher. Auch wenn sich die Medienpräsenz weitgehend auf bezahlte PR-Einträge des Labels Sony beschränkt.

blick.ch
Aber ein Wort zu Chris von Rohr muss doch noch sein. Ich habe ja nichts dagegen, wenn alternde Männer auf der Bühne stehen. Polo National tut’s auch. Er steht dazu und kommt authentisch rüber. Herr von Rohr, allerdings, will uns weismachen, sein biologisches Alter sei – seinem Arzt zufolge – erst bei 45. Das freut uns, das ist schön für ihn. Warum nur hat er uns aber vor fünf Jahren folgende Weisheit zum Thema ‘in Würde altern’ auf den Weg gegeben:
“Indem man die Bühne rechtzeitig verlässt. Hardrock bietet kein Umfeld, in dem es sich mit Würde altern lässt. Hardrock hat mit Rebellion und Sex zu tun, und beides ist der Jugend vorbehalten.”
Aber eben, wie schon der gute alte Konrad Adenauer meinte: was interessiert mich mein Geschwätz von gestern. Fragt sich bloss noch, wie es um das geistige Alter von Chris von Rohr steht…
Was haben Martin Suters Roman “Lila, Lila” und Prince’s Megahit “Purple Rain” gemeinsam? In beiden Fällen geht es um die Farbe Lila. Und in beiden Fällen geht es um Hochstapler.
Im ersten Fall gibt sich ein Kellner als Autor einer Liebesgeschichte aus, im zweiten Fall gibt sich – gemäss SUISA – DJ Antoine als Songwriter eines Stücks aus, obwohl der Urheber ein ganz anderer sei.
Selbstverständlich weist der Angeschuldigte die Plagiatsvorwürfe als totalen Humbug zurück, doch nun liegen vielsagende Einblicke in dessen persönliches Tagebuch vor:

Bild: blick.ch

Tja, wer sich mit falschen Federn (oder Taschen) schmückt, muss sich wahrlich nicht wundern, wenn irgendwann alles auffliegt. Und wer dabei noch eine grosse Lippe wagt und sich gar als die Spürnase für “neue” Trends darstellt, der kann einfach nur noch daneben liegen.
Mehr interessante Einblicke in die ganz persönlichen Geheimnisse unserer Cervalats unter “Vier Fäuste für ein Glanz & Gloria”.
Die Geschichte ist zu gut, um nicht nochmals erwähnt zu werden: Es steht der Vorwurf im Raum, DJ Antoine habe einen Song von Prince geklaut! Und zwar nicht das Lied «Untitled» auf der Special Deluxe Edition, die so unbekannt ist, dass es sie gar nicht gibt. Nein, unser Superman soll sich an «Purple Rain» vergriffen haben, dem Klassiker, mit dem sogar meine Mutter beim Karaoke immer abräumt. Aber urteilt bitte selbst, ob die beiden Lieder gleich klingen:
Es reicht übrigens, wenn ihr euch nur die ersten Sekunden reinzieht. Ist besser so…
Und hier Prince aka TAFKAP aka the real deal. Dieses Video bitte ganz ansehen…
Also wenn man ganz ganz genau hinhört, fällt schon auf, dass da ein klitzekleines bisschen daran verändert wurde!
DJ Antoine, wir finden deine Promo-Aktion fantastisch. Da kann sich nicht nur Frank Bodin Der Werber ein Stück abschneiden, sondern auch Piero; dessen Autofahrt ins Ringier-Gebäude fällt da schon fast etwas ins Hintertreffen. Basel in the house, respect!
Wenn das wahr ist, dann bricht für viele eine Welt zusammen: DJ Antonie wird Songklau vorgeworfen!
Ausgerechnet an Princes Megahit “Purple Rain” soll er sich vergriffen haben. Wie laienhaft.

Bild: glanz&gloria.ch
Beim Klauen gibt es eine Devise, die immer zu verfolgen ist, wenn man erfolgreich sein will:
Ziele beim ersten Diebstahl nie auf weltbekannte Beute! Um unerwischt zu bleiben, brauchts jahrelange Erfahrung. Erst mit der Übung darfst du dich an die Picassos und Kronjuwelen der Musikbranche heran machen.
Nun wissen wir nicht so recht: Hast du möglicherweise die Übungsphase ohne grosses Aufhebens – und drum äusserst erfolgreich – abgeschlossen und dich an die nächste Stufe wagen wollen?
Oder hast du bloss Paloma Würth nicht ernst genommen, als sie dich kürzlich fast schon unter Tränen überzeugen wollte, mit ihr zusammen doch mal schön unauffällig mit “When Doves cry” anzufangen?
Königin soll sie angeblich sein, Königin von Mallorca. Nicht, dass wir sie gekannt hätten oder gar hätten kennen wollen. Schliesslich spielt sie in in der Liga ’schlechter Musikgeschmack’ ganz vorne mit. Aber die gute Königin war scheinbar unzufrieden mit ihrer wohl eher bescheidenen Popularität. Also entschloss sie sich für eine drastische Massnahme, um dieses Manko zu beheben – eine Totalsanierung ihres angejahrten Konterfeis, medial gross in Szene gesetzt.
Und so haben auch wir erfahren von der Königin von Mallorca aka Silvia Kaufmann. Ihr Umbau hat uns zwar nicht sonderlich interessiert, obwohl Blick ihr den Titel “grösste Baustelle der Schweiz” verlieh, aber das künstlerische Schaffenswerk von Frau Kaufmann, das interessierte uns brennend. Immerhin haben wir es mit einer zweimaligen Teilnehmerin am Grand Prix der Volksmusik zu tun. Das finden wir in etwa so bedeutungsvoll, wie z.B. Miss-Südostschweiz-Kandidatin oder Money Girl.
Als wir dann auf den Gassenhauer “Der Rocker” stiessen, welcher live anscheinend immer mit lustiger Beteiligung zweier Herren aus dem Publikum im Stile von Linda Fäh vorgetragen wird, da war uns eines schlagartig klar. Silvia Kaufmann und J.P. Love müssen unbedingt ein Duett aufnehmen. Musikalisch wie textlich schunkeln da zwei auf Augenhöhe.

Quelle: www.silvia-kaufmann.de
Texte wie “du bist mein Rocker, mein Rocker, mein kleiner süsser Schocker, und du siehst auch noch gut aus” kombiniert mit “…ich war ein Banker, ich bin kein DJ, ich bin ein Pornostar…ich bin kein Kellner, ich liebe Frauen, drum bin ich Pornostar, mit meinem Zauberstab, da mach ich Träume wahr….” sind einfach ein ‘match from heaven’. Und dass ein solch explosives Duett es in die “Grössten Schweizer Hits” schaffen würde, davon sind wir felsenfest überzeugt.

Bild: blick.ch
Paloma Würth war überzeugt, die neue Paola zu werden: Erfolgs-Komponist und Produzent Ralph Siegel hatte sie unter seine Fittiche genommen! Die Zusammenarbeit schien auch sehr vielversprechend, bis dann aber letztes Jahr doch Liebeskäfer statt Tauben zum Eurovision Songcontest nach Moskau flogen.
Die Enttäuschung dürfte nach wie vor gross sein und wird derzeit kaum gemindert werden können, denn ihr Mentor ist leider schwer erkrankt.
Ob Paloma nun einen Strategiewechsel erwägt und sich deshalb anlässlich der „Perle-du-Champage“-Übergabe an Peter Sauber an DJ Antoine gehängt hat, können wir nicht abschliessend beurteilen.

Bild: SI
Sollte keine Zusammenarbeit zustande kommen, wird Paloma (Sternzeichen Löwe) aber bestimmt eine andere Mission erfüllen können: als Botschafterin für die „Stiftung für das Tier im Recht“ wird sie Monsieur Antoine darauf aufmerksam machen, dass viele Tiere in der Schweiz nicht artgerecht gehalten oder behandelt werden.

Oh boy. Oh boy, oh boy, oh boy….das scheint ja noch lustiger zu sein/werden, als wir uns das in den kühnsten Träumen hätten vorstellen können….Swiss Music Awards goes banana republic elections… 
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