
Am kommenden Sonntag müssen wir die dritte Ausgabe von “Die grössten Schweizer Hits” über uns ergehen lassen. Und wieder stehen vier mehr oder weniger süffige Titel hiesigen Pop-Schaffens einem weiteren volkstümlichen Verbrechen auf Tonträger gegenüber. Letzteres hängt einmal mehr wie ein Damokles-Schwert über unseren Häuptern. Die erste Ausgabe der diesjährigen Schweizer-Hits-Staffel hat uns schmerzhaft vor Augen geführt, welche Abgründe sich auftun, wenn das gemeine Volk zum Hörer greift.
Für vergangenen Sonntag schwante uns Böses, doch unsere schlimmsten Befürchtungen haben sich – Heureka – nicht bewahrheitet. Warum nur, haben wir uns gefragt, warum nur? Ganz einfach, Gölä blieb der Gruselveranstaltung fern. Was von der Zweitplatzierten Sarah-Jane wiederum nicht sonderlich goutiert wurde. Wobei, was dieselbe sonst noch so zu sagen hatte, war eh an der Grenze der Zurechnungsfähigkeit.
Wie auch immer, die Gölä-Strategie scheint sich auszuzahlen. Deshalb unsere Bitte an die vier hörbaren Nominerten für kommenden Sonntag: Züri West, Myron, Phenomden, Ritschi – bleibt bitte zu Hause. Obwohl – wenn wir es uns genau überlegen – Ritschi kann doch auftreten.
Am kommenden Sonntag geht’s weiter mit dem arrangierten Volksmusik-Triumphzug. Ein weiteres Verbrechen auf Tonträger wird aller Voraussicht nach die vier Quotenrocktitel überflügeln. Und unser Schätzchen der Nation, Francine Jordi, wird sich wieder wahnsinnig freuen, dass ‘ihre Heimat’ erneut oben ausschwang. Und Melanie Oesch kann dann im Montagsblick wieder frohlocken. Der gewohnte Lauf der Dinge.
Heute berichtet der Blick, Gölä weigere sich, am kommenden Sonntag in Kreuzlingen mit seinem nominierten Song “I ha di gärn” live aufzutreten. Offiziell habe Gölä seine Absage mit Zeitmangel begründet. Doch der Blick mutmasst, dass es sich hier um eine weitere Folge der Fehde zwischen Gölä und SF-Unterhaltungschefin Gabriela Amgarten handle – ausgelöst durch den abrupten Abgang Göläs aus der MusicStar Jury.

Bildquelle: golamusic.com
Wir glauben, dass die Absage einen anderen Grund hat. Einer wie Gölä hat schlicht keinen Bock darauf, wie ein begossener Pudel auf der Bühne zu stehen, während dem sich das Grauen des Abends feiern lässt – Sarah-Jane mit ihrem fürchterlichen Titel “Bliib doch bi mir”.

Bild: blick.ch
Weshalb bleibt uns nichts erspart? Weshalb meint jeder 3/8-Promi, die Welt müsse mit seinem/ihrem Gesang ‘bereichert’ werden? Was haben unsere Ohren nicht schon gelitten in den vergangenen Jahren: von Stéphanie Berger über Michelle Hunziker, Micheline Calmy-Rey, Sascha Ruefer usw. mussten wir uns musikalisch malträtieren lassen. Und jetzt also sie: Anna Maier.
Der Sommer-Hit: Martin Day & Anna Maier – «Summer»
Da wünscht man sich fast, der Sommer möge gar nicht kommen.
Zum Jahreswechsel haben wir uns die Glückspost gegönnt, und es hat sich gelohnt:

Unsere Lieblingspostille hat die 50 schönsten Schweizerinnen und 50 schönsten Schweizer gewählt.
Als schönste Schweizerin wurde Melanie Ösch auserkoren.

Knapp hinter unserem Ku-Ku-Meitschi folgt Sandra Boner, von der man munkelt, ihr Lächeln beeinflusse die Wetterlage (zumindest fürs Nebelloch Aarau von Dezember bis Februar stimmt das).

via reto-feuerstein.ch/autogramme
Warum die aktuelle Miss Schweiz Whitney Toyloy bis auf den dritten Rang vorstiess, ist Klatschheftli.ch ein Rätsel. …hier geht die Story weiter!