Klatschheftli.ch

Kultur

Unser neuer Mann in Hollywood

Sein Film hat nicht nur Science-Fiction Aficionados überrascht. Ivan Engler hat mit Cargo aus minimalen Mitteln maximalen Effekt erzielt und einen überraschend guten Film geschaffen. Zu Recht ist er als Bester Spielfilm beim Quartz 2010, dem Schweizer Filmpreis, nominiert. Der Film hat auch schon international Aufsehen erregt. Der Blick ortete zwar angesichts der Schweizer Besucherzahlen einen “intergalaktischen Superflop“, aber Ivan lässt sich zum Glück nicht von so kleinkarierten Unkenrufen aus der Bahn werfen.

Dass er mit Cargo erfolgreich war, zeigt sich darin, dass er bereits bei der Filmagentur CAA unter Vertrag ist, zu deren Kunden unter anderen auch James Cameron, Steven Spielberg und George Clooney gehören. In den kommenden Wochen wird Ivan Engler Richtung Hollywood abfliegen und dort an seinem Netzwerk und hoffentlich auch neuen Filmen arbeiten. Klatschheftli wünscht ihm schon mal viel Erfolg, gutes Gelingen und das nötige Quentchen Glück. Den Mutigen gehört die Welt!

Montag, 08. Februar 2010, 08:13

Kolumnistin verprügelt Greis

Oh mein Gott! Miss Universum vom Tagi-Magazin, Michèle Roten, verhaut den Rapper Greis bei heiterhellem Tag, mitten in der Stadt und lacht ihn sogar noch aus. Dabei wollte er doch nur sein neues Album zurückhaben. Niemand greift ein und hilft dem armen Rapper. Im Gegenteil, er wird sogar noch dabei gefilmt! Und das Video auf Youtube gestellt! Kranke Welt! Das müsst ihr Euch ansehen:

Dienstag, 17. November 2009, 13:55

Promi Hunter

Die Who-is-Who-in-Zürich-Jury hat sich kein leichtes Unterfangen ausgesucht: Promis in Zürich zu finden und dazu noch 200 Stück… schwierig, schwierig…

So ist es umso erfreulicher, dass auch mal ein Glückstreffer darunter zu finden ist; beispielsweise Play Hunter unter der Rubrik Newcomer. Obwohl so ganz sicher, ob es sich dabei wirklich um Play Hunter handelt, bin ich nicht. Denn sie wurde als einzige nur mit Vornamen aufgeführt. Schliesslich verweigere die Style-Bloggerin hartnäckig, ihren bürgerlichen Namen preiszugeben. Da muss Play reichen, kommt ja eh nicht drauf an. Schliesslich macht es auch keinen Unterschied, ob nun von Bob oder Bob Dylan die Rede ist.

ww-play

Click aufs Bild und die ganze Seite 87 erscheint.

Abgesehen davon finde ich das Who is Who in Zürich eine mindestens so gute Geschäftsidee wie Renata Domenica Würmli Angehrns VIP-Service. Schade am WW-Magazin ist nur, dass die Jury nicht selber drin vorkommen kann. Die meisten Jury-Mitglieder hätten es verdient. Ich möchte Ihnen deshalb ebenfalls ein Nämeli widmen. Aber erst morgen, hier auf klatschheftli.ch. Ich geh jetzt spielen.

Samstag, 14. November 2009, 15:59

Die totale Polanskifizierung

Es sollte ein Abend mit höchstem Glamourfaktor werden, doch dann wurde es zum Desaster. Alle hatten sich so auf die grosse Gala gefreut. Endlich mal ein roter Teppich von Weltklasse in Zürich. Buffet und Proseccöli a-gogo und nur die besten der Besten sind ganz vorne mit dabei. Da wird plötzlich der Grossmeister verhaftet und die Stimmung kippt dramatisch. Logisch, wie soll man da guten Gewissens noch genug Cüplis in sich reinstellen dürfen?

Der Fall war für die anwesenden Cervelats sofort klar. Da wurde ein ganz mieses Spiel gespielt. Und wenn man sich schon nicht im Schein des grossen Meisters sonnen konnte, so wollte man wenigstens selber etwas beleuchtet werden und sein Halbwissen zum Besten geben.

Vera Dillier war dabei im Aufstand der Cervelats und mahnte, wie sich Ghadafi nun vor Lachen das Bäuchlein hält. Stimmt. Nur schon wegen Ghadafi hätte man den Regisseur sicher nicht verhaften dürfen.

Glanz und Gloria vom 28.09.2009

Schauspieler Martin Rapold vermutete einen bösen Deal der Wirtschaftskräfte: “Die sitzen doch in New York bei einem Bankenvergleichsgespräch und am Schluss kommt der Joker Polanski. Wir geben ihn. Können wir das Geschäft nun abschliessen?

Moment mal. Glaubt der Mann das wirklich? Meint er tatsächlich, dass sich der amerikanische Fiskus anstatt mit ein paar Milliarden versteckten Steuergeldern, mit einem 76-jährigen Mann zufrieden gibt?

Mit Verlaub, zu glauben, dass dieser einzige Mann den Amerikanern soviel wert sein könnte, ist mehr als blauäugig. Ebenso naiv wäre es, zu glauben, dass sich Ghadafi mit der sofortigen Auslieferung der neuen Miss Schweiz besänftigen liesse. Obwohl… bei dem weiss man ja nie.

Dienstag, 29. September 2009, 08:53

Wenn ich “JETZT” sage…

Gestern stand Zürich ganz im Zeichen des Films. Während mir das Zürcher Film Festival aber schon im Vorraus mit seiner omnipräsenten Werbung auf den Senkel ging, lief zeitgleich noch ein anderes, hochkarätiges Festival an: das 1. Zürcher Pornofestival. Anstatt mich also mit Katy Winter und Tamara Sedmak um ein Cüpli zu prügeln (und glaubt mir: ich hätte gewonnen!!!), begab ich mich zum Stüssihof und zog mir John Holmes rein…äh, gut, das war jetzt ein wenig komisch formuliert. Ok, nochmal: ich sah mir John Holmes Meisterwerk “Eruption” an.  Gespickt mit wunderbaren Textpassagen wie: “an meinem S….. kannst Du Klimmzüge machen, Baby” und “wenn ich JETZT sage, sp….ich Dir ins Gesicht”, und vor der grossartigen Kulisse Hawaii’s in den 70gern kann es der Streifen meiner Meinung nach mit einigen aktuellen Arthouse-Produktionen aufnehmen.

Wer sich also in Sachen Popp-Corn-Kino ein bisschen weiterbilden will, sollte sich in den nächsten 2 Wochen möglichst oft zum Stüssihof begeben und sich cunilinguale Leckerbissen der 70er-90er vorsetzen lassen. Es lohnt sich…

John_Curtis_Holmes

leevoss

Gewisse Promis waren mit der zeitgleichen Lancierung beider Events und der daraus resultierenden Terminplanung jedoch sichtlich überfordert und haben sich auf dem Weg zum Stüssihof in Richtung Corso verirrt…anders lassen sich diese Abendoutfits nicht erklären…

Freitag, 25. September 2009, 16:09

Bye bye möchtegern “Dirty Harry”

Schon jezt steht fest, was die erste Amtshandlung des Couchepin-Nachfolgers sein muss: “Filmchef” Nicolas Bideau, hemmungsloser Selbstinszenierer auf Steuerzahlerkosten, feuern. Dann schon lieber das Volksgeld einer Bank geben und fürs Staatsfernsehen Tag für Tag schweinische Beat Schlatter Spots finanzieren.

Eigentlich hatten die Fernsehzuschauer mit der “Miss Unwissend” in der glanz&gloria-Sendung vom 10. August 2009 schon so einiges zu ertragen. Der Hammer kam aber schon früher in der Sendung und liess alle Missen und die Missenmutter, die das Nichterkennen des Matterhorns mit der “ungewönlichen” Perspektive der Aufnahme entschuldigte, restlos verblassen.

Auf die Frage, wer neben ihm am Dinner vom Filmfestival Locarno sitzen sollte, antwortet Nicolas Bideau im Brustton der Überzeugung mit “Clint Eastwood”. Warum? “Es (seit wann ist Clint Eastwood ein Neutrum?) entspricht meiner Position im Schweizer Film. Er “resistiert” (Anm. d. Red.: leistet Wiederstand, gegen was?). Er sieht ein bisschen “rude” aus. Aber am Schluss hat er Recht.”


Bild: Michael Sennhauser, sennhausersfilmblog.ch

Für unfehlbar hielt sich vor Nicolas Bideau bisher eigentlich nur der Papst. Zunächst wollten wir diese Impertinenz mit “Einbildung ist auch eine eine Bildung” oder “Hochmut kommt vor dem Fall” oder so ähnlich kommentieren. Aber für jemanden, der den Film soooo liebt und Clint Eastwood als Neutrum bezeichnet, versuchen wir es lieber mit der Filmsprache. Clint Eastwood ist, was Nicolas Bideau niemals sein wird, nämlich

  • Ein echter “Space Cowboy”.
  • Ein “Dirty Harry”, der für Recht sorgt (was hätte wohl Clint mit Sennetuntschi-Pleitier Michael Steiner gemacht?).
  • Ein Pilot (“Fire Fox”), der eine komplexes Gerät durch schwierige Lüfte steuern kann.
  • Ein Mann, der Unmögliches (“Escape from Alcatraz”) schafft….

Fulvio, Du weisst, was Du zu tun hast. Va bene?

Mittwoch, 12. August 2009, 06:27
Kategorie: Kultur, Männer

Ich wär so gern Videoclip-Regisseur…

Ich darf nicht ohne Stolz von mir behaupten, dass ich zur MTV-Generation ersten Grades gehöre. Videoclips haben mein Leben nachhaltig geprägt. Unvergessliche Nummern wie “November Rain”, “Crazy” oder “Everybody wants to rule the world” haben mich vom Hausaufgaben machen abgehalten. (Und wo mich das hingebracht hat, könnt ihr hier ja lesen.. Eben!)

Item, früher, ja früher, da waren Videoclips noch Lebensweisheiten und philosophische Bildgewalten. Dass dem ja schon lange nicht mehr so ist, wissen wir nicht erst seit diesem Beitrag. In den späteren 90er Jahren war fertig lustig mit 7 Minuten Clips, welche sogar teilweise Dialoge enthielten (wer erinnert sich noch an Paula Abduls “Rush” mit Keanu Reeves? Der Ober-Börner!!). Auch die Schweizer Delegation in Sachen Videoclips-Drehbücher hat da kein Gegengewicht geleistet. Ich mein, ehrlich, kennt jemand einen guten Videoclip eines Schweizer Künstlers (ja, ich: der von Gimma an der Hochzeit, wo die Braut nachher abhaut… okee, aber sonst?)? Nicht mal die Retortenband (mit-genügend-Zaster-im-Arsch) T.E.A.R.s konnte was geiles abliefern. Und unser Sprachrohr Stress, ja Stress, bringts leider auch nicht wirklich. Dieser Sin-City-Ehedrama-Verschnitt mit Melanie.. äh, pardon! Hab mich selten so geschämt vor der Kiste..

Das Fass zum Überlaufen bringen aber diese Weichspüler-Brüder Myron. Da tanzt doch tatsächlich so eine Tante klassisches Ballett im Hintergrund! Klassisches Ballett!!

Oder auch geil Seven’s Lisa: was geht denn da ab? Irgend so eine Kuhmarie beim Aschenputtel spielen.. Peino!

Nach Piero und den Tittenmonstern werden wir nun mit einem weiteren TV-astischen Leckerbissen verwöhnt. Aber lest mal selber:

Zwei Männer fahren im Lamborghini durch Marokko. In einer Oase warten sexy Bauchtänzerinnen. Darunter Whitney Toyloy, die küssen will.”

Ratet mal, wer sich diesen geilen Plot für seinen Videoclip gekrallt hat! Oberdumpfbacke DJ Antoine! Jaaaaa, ein wahres Fest! Notgeile, halb verdurstete Weiber in der Wüste, wollen schmusen (was wiederum auch nur ein Synonym für das Grösste aller Gefühle ist: Sex nämlich)! Na wenn das nicht ein Hit wird, weiss ich auch nicht.

Etwas soll hier noch angefügt werden: bei Piero und Roberto wird wenigstens noch vordergründig an die grosse Liebe geglaubt, während der Antoine einfach nur poppen will. Oder wie hiess das noch mal.. Schmusen?..

Quelle: Schweizer Illustrierte

Mittwoch, 03. Juni 2009, 11:49
Kategorie: Kultur, Musik
Von BJ Hyatt

BuBu und GaGa bei DaDa

Wenn RonOrp etwas empfiehlt, werde ich jeweils hellhörig. Die täglichen Ausgehtipps sind eigentlich immer wieder verlässlich. So freute ich mich letzten Freitag, als ich die Ankündigung für die Theory Battle im Cabaret Voltaire las. Damit war mein Abendprogramm gefixt. Die Idee ist einfach und bestechend. Sechs (oder waren es sieben) Teilnehmer treten gegeneinander an und geben ihre Theorien in Form von intellektuellen Ergüssen zum Besten – fight to be right! Die Jury bestehend aus Pubikumsvertretern vegibt Punkte.

Vielleicht waren meine Erwartungen viel zu hoch, aber nach zwei Beiträgen war meine Geduld am Ende, hatte sich meine Vorfreude in einen ‘reality-blues’ verwandelt. Worauf ich mich freute? Auf hochstehende, worgewaltige, geistreiche und feingeistige Beiträge. Was ich zu sehen bzw. hören bekam? Spätpubertäre pseudo-intellektuelle und trivial-philosophische Studenten-Romantik. Vielleicht tue ich den restlichen Kontrahenten unrecht, vielleicht hätte sich ein Verweilen gelohnt. Aber als sich der zweite “Theoretiker” – irgend so ein Moser aus Langenthal – als billigste Kopie des diesjährigen Poetry Slam-Finalisten Julian Heun entpuppte, war meine Euphorie verflossen. So bleibt mir von diesem Abend nur ein wahrer DaDa-Eindruck:

Montag, 12. Januar 2009, 14:50
Kategorie: Kultur

Namen


Kategorien


Archiv

Neuste Kommentare

  • Ja Sunny, wir warten alle schon gespannt … :-D Bluff oder Nicht-Bluff?? Na...
  • Wen hat er sonst noch flach gelegt?
  • Olma und Streetparade ist etwa derselbe Müll.
  • So, Frau Mauch ist das Aushängeschild der coolsten Stadt der Schweiz? Da gehe ich...
  • @sunny zuunterst an der Seite hats einen Link wo man dem klatschheftli schreiben...
  • Sandro ist imfall der aktuelle Mister Bern!!!
  • die hatten sowieso bereits was miteinander, wie ich aus bestens unterrichteter...
  • Redaktion

    Cervalats