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Dichtung und Wahrheit

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Model/former JP Morgan Intern

Welch gelungene Berufsbezeichnung, Ex-Vize-Miss-Schweiz klingt einfach viel zu abgedroschen, und davon gibt’s eh einen ganzen Haufen. Aber ehemalige JP Morgan Praktikantin, das ist schon etwas ganz Exklusives. Und wie unglaublich professionell sie dieses Praktikum angegangen war, hat sie anlässlich eines Interviews mit der Annabelle bewiesen. Sie sollte im Business Outfit zum Phototermin erscheinen…

Quelle: annabelle.ch

Das wirft einmal mehr die Frage auf, in welchem Business X.T. aus L. wirklich tätig ist.

Aber kommen wir zurück zum Praktikum. Das bescherte ihr neulich ein Interview bei «Business Insider», auf welches uns aufmerksame Leser hingewiesen haben. Es war auch «Business Insider», die der X.T. aus L. diese schöne Berufsbezeichnung verpasst hatte. Daneben gab es abgesehen von ihrem tollen englischen Akzent wie immer viel Spass mit ihren Aussagen. Wir haben hier mal ein kleines Medley zusammengeschnitten:

Wieder mal die abgedroschene Leier, dass Business und Finanzen in ihr Leben gehörten, ihr Vater sei schliesslich Unternehmer. Was der wohl den lieben langen Tag so unternimmt? Ja, und dann kommt wieder die Oma zum Zug. Nachdem sie im «Schweizer Monat» noch behauptet hatte, diese sei auch Unternehmerin gewesen, hat sie diese Aussage – vermutlich nach der Lektüre unseres damaligen Beitrags – korrigiert: jetzt erzählt sie nur noch, ihre Oma hätte ein «industrial production field» geleitet. Aha, ein «production field». Das ist xenglisch für Fabrik.

Ganz bescheiden dann ihre Äusserungen zum Antritt ihrer Praktikumsstelle. Es ist klar, alle, aber wirklich alle wussten von ihrer Ankunft, schliesslich taucht nicht jeden Tag ein «Star» im tristen Büroalltag auf. Sie war erstaunt, wie sie sagt. Auf xenglisch heisst das «from my surprise». Aha.

Als nächstes eine ganz grosse Ansage: ihr Praktikum war eine sehr positive Erfahrung, es war besser als in irgend einer anderen Industrie auf dieser Welt. Das ist eine sehr fundierte Aussage, wenn man bedenkt, dass die Tante ausser Praktikumserfahrung im Finanzsektor rein goa nix kennt. Nebst dem Missen-Business natürlich. Und das ist eher mit dem Rotlichtmilieu zu vergleichen.

Mit folgender Aussage lassen wir den Spekulationen unserer Leser einmal mehr freien Lauf: «there was a huge respect for my skills and what I was able to do». Kleiner Hint: siehe professionelles Outfit oben.

Und dann behauptet sie doch tatsächlich, sie habe nun ihre eigene Show in Italien und sei für redaktionelle Inhalte mitverantwortlich. «We bring on board successful Italian businesses». We. Warum behauptet sie nicht gleich «I bring on board…»? Zur Erinnerung, sie tritt als Berlusconi-mässig aufgetakelte TV-Barbie auf, um die Beiträge anzusagen.

Auch immer wieder gerne gesagt: «I self-manage myself». Was heisst denn das? Was gibt’s an «Miss full of herself» zu managen ausser der Koordination von peinlichen und inszenierten Medienauftritten? Erstaunlich nur, dass sie sich nicht wieder mit Richard Branson verglichen hat – wäre doch DAS Forum gewesen.

Mädel, wann endlich verschonst du uns mit diesen Peinlichkeiten? Fremdschämen wird irgend einmal zur psychischen Belastung.


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Xenia hat einen an der Waffel

20 Minuten Online titelte zwar: «Xenia hat einen an der Angel». Aber eben, für uns hat sie schon eher einen an der Waffel. Ein peinlicher Auftritt folgt dem nächsten. Und das Timing wirkt doch sehr orchestriert.

20 Minuten Online hat nämlich ein Video des Britischen Online-TV-Formats «Fieldsports Britain» entdeckt, in dem X.T. aus L. als passionierte Anglerin und naturverbundene Angelexpertin dargestellt wird werden soll.
Die Pose mit der geschulterten Angelrute deutet jedenfalls auf hohen Sachverstand hin. Das ist ja eh keine Frage, wir wissen doch alle, dass X.T. aus L. alles kann. Und das erst noch schlecht. Das Video stammt allerdings von Juni 2011, ist also nicht mehr ganz aktuell. Aber man kann es ja mal ausgraben bzw. ausgraben lassen, wenn sonst gerade nichts Aufregendes wie sich selbst von Paparazzi fotografieren lassen oder ähnliches passiert.

Im besagten Video gefällt uns besonders der schlechte pseudo Ami Akzent. Das ist so was von zum Fremdschämen. Obwohl dieses Gefühl bei der Tante natürlich schon lange chronisch ist. Doch bevor wir uns ein paar Highlights ihres Gelabers anhören, wollen wir Ihnen nicht vorenthalten, wie Madame angeteasert wird:

Klar, Miss Switzerland, was sonst?

Und nun kommen wir zum eigentlichen Highlight:

Der Moderator meint, der Luganersee, sei ja schon wie ein kleines Meer, «a small sea». Den Ball nimmt unser Multitalent und Multilinguistikerin gekonnt auf: das Meer in Lugano sei riesig, sie hätten in einem kleinen Meer geangelt. Aha. Als dann der Moderator meint, es mache den Eindruck, dass die meisten Schweizer begeisterte Angler seien, bejaht das X.T. aus L. mit der Begründung, die meisten ihrer Freunde würden angeln gehen. Aha. Übrigens, die Schweiz hat 7.6 Mio. Einwohner und gemäss Bundesamt für Umwelt gibt es bei uns ca. 100’000 Hobbyangler. Das sind also die meisten. Aha. Ob es da gewisse Verständigungsprobleme gab? Oder war es einfach der britische Akzent?

Zum Schluss dann noch interessante Werbung für Leukerbad: es gebe viele Orte zum Angeln, es gebe auch viel unberührte Natur so dass man nicht kontrolliert würde. Will heissen: man kann auch unerlaubt angeln, oder.

Die grosse Frage, die im Raum steht ist aber diese: was denkt die Botschafterin von Leukerbad, die nicht minder präsente Christa Rikozzi, darüber, dass ihre Erzrivalin wieder in ihren Pfründen wildert?

Den gesamten «Fieldsports Britain» Beitrag gibt es übrigens hier.


Freitag, 13. April 2012, 07:00
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Die unsichtbare Moderatorin

Gross hatte es unser Stairemagazin «Schweizer Illustrierte» angekündigt: X.T. aus L. wird die Wahl zur Miss Ukraine 2012 moderieren. Und nach dem geschichtsträchtigen Auftritt titelte das Blatt folgendermassen:
Sie sei es gewesen, die an diesem Abend im Mittelpunkt gestanden habe, das sei ihr bislang grösster Auftritt gewesen und mit ihrer Karriere als Moderatorin gehe es steil bergauf. Das klingt doch fast nach Durchbruch. Nur, wie wir es nicht anders kennen, verlässt sich die Ringier Presse immer gerne auf die Angaben (und Bilder), die von Xenia selbst geliefert werden. So war es auch dieses Mal wieder:
Mit dem Mobiltelefon selbst gemachte Bilder – wie bescheiden von einem internationalen Top Star! Und wie selbstlos, diese dann auch immer gleich umgehend zur freien Verfügung zu stellen.

In Tat und Wahrheit müsste die Headline der SI jedoch anders lauten: «In der Ukraine konnte sie allen gestohlen bleiben». Hätte man denn ein ganz kleines bisschen recherchiert. Googelt man nämlich die Miss Ukraine 2012 und sucht nach Bildern, findet man solche sehr wohl. Dumm nur, dass der Star des Abends nicht auf einem einzigen Bild auftaucht – nix, nada, wo auch immer man sucht. Man schaue sich als eines von vielen Beispielen diese Bildstrecke oder auch dieses YouTube Video eines ukrainischen TV Senders an.

Selbst wenn Sie nach Miss Ukraine 2012 in Verbindung mit Xenia googeln, finden Sie lediglich die Bilder, welche der SI zur Verfügung gestellt wurden. Nirgends ein Foto oder ein Screenshot vom angeblich glamourösen Auftritt, nirgends ein Hinweis, ausser natürlich in unserer Klatschpresse. Wo die Ukrainer bloss ihren Mittelpunkt haben?

Auch interessant ist übrigens Xenias Herkunft. Gemäss SI hat sie russisch-ukrainische Wurzeln. Dem Schweizer Monat erzählte sie im vergangenen Herbst von ihrer Grossmutter, welche Unternehmerin in Magnitogorsk gewesen sei (sic!). Was soll’s, Bondi Beach ist schliesslich auch in L.A.


Mittwoch, 04. April 2012, 05:00

1. April-Scherz

Oh, dieser April-Scherz der Sonntagszeitung ist aber dezent. Wahrscheinlich haben sie ihn selbst nicht bemerkt:

Die Auflösung gibt es morgen hier.

Dr. Boefei hat die richtige Lösung gefunden! Hier für alle die Auflösung:
paris in bondi beach in sydney


Sonntag, 01. April 2012, 14:31
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