Am 14. August 2011 erschien erstmals die Gala mit Schweizer Beilage. Wir hatten uns gefreut. Nun sind wir wie Kollege Bötschi enttäuscht. Serviert wurden uns nur wenige Seiten gefüllt mit uraltem Schweizer Klatsch.
So geht das natürlich nicht, wenn die Gala in der Schweiz ihren Ruf als Kranzkuh der deutschsprachigen Klatschpresse behalten möchte.

Vier Beispiele, um unsere Enttäuschung zu präzisieren:
- Es beginnt im Vorwort von Gala-Chefredaktor Peter Lewandowski. Er lobte darin das Restaurant «Fischers Fritz» auf dem Campingplatz in Zürich-Wollishofen als den Ort, an dem die A-Liga der Schweizer Prominenz an Holztischen Sushi isst. Von welcher A-Liga er da nur spricht? Auch wir waren schon öfters dort, um die feinen Fisch-Chnusperli zu essen, aber auch B- oder C-Prominenz war weit und breit nie zu sehen. Vielleicht meinte Peter Lewandowski ja uns mit der A-Liga der Prominenz.
- Als Schweizer Föteli-Event wurde das Blue Balls Festival gewählt. Mit Tilllate-Fotos aus der Mottenkiste. Tilllate.ch brachte die Fotos schon am 22.7. und klatschheftli.ch (miär händs erfundä!) am 29.7. im Zusammenhang mit dem von der Weltwoche (!! – nicht der Gala) portierten Gerücht, dass sich zwischen Linda Fäh und dem SI-Hausfotografen offenbar etwas anbahnt. Die Gala zeigt die bereits mehrfach wiedergekäuten Fotos als Bildstrecke erst am 14.8.

- Die Tittelgeschichte widmete die Gala Schweiz der international wahnsinnig erfolgreiche Angela Martini. Die Miss Albania gönnte ihrer Pussi vor bald zwei Monaten mal etwas Showtime, muss nun aber schauen, wie sie «erfolgreich» bleibt.
Die grosse Enttäuschung war jedoch nicht Angela Martini selber, sondern der erste Abschnitt des Textes dazu. So steht dort tatsächlich, dass der Fotograf Angela habe nahelegen müssen, etwas Sexappeal aus ihren Posen zu nehmen, indem… achtung, jetzt kommt’s… sie an ihren Bruder denken soll!!

Angela Martini war zwar mal Miss Albania, aber dieser Spruch ist dann schon etwas krass, vor allem weil Martini als selbstbewusstes, intelligentes und erfolgreiches Model dargestellt wird.
Ja, unsere Vorfreude war definitiv umsonst. Eigentlich haben wir uns auf neuen Stoff von der Gala gefreut und nun wird es darauf hinauslaufen, dass die Gala unseren alten Käse verarbeitet. Dafür erhalten sie erst noch Werbegelder von Pfister, Vögele, Coop und Nivea.