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A star is born

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A small brain

Unsere Hauspostille Blick.ch hat ja schon ausführlich berichtet über den unsäglichen Auftritt von Bianca Bauer und Liza Andrea Kuster im RTL-Hartz-IV-Format «Explosiv». Das war wirklich zum Fremdschämen der ganz groben Sorte. Was der Blick nicht lieferte, liefern wir gerne nach – ein Medley der schönsten Szenen:

Was Sie in diesem Zusammenschnitt nicht sehen bzw. hören können: der Anlass sei derart exklusiv, dass es nur dem grossen RTL exklusiv gelang, mit der Kamera dabei zu sein. Nebst allen Lokalsendern und natürlich unseren Freunden von tillate.com. Denn organisiert wurde die Sause vom mediengeilen König Drosselbart.

Das Ganze fand im Zusammenhang mit seinem serbelnden Netzwerk «A Small World» statt. Da tummeln sich angeblich die ganz Wichtigen und Reichen. Also wir sind dort zwar auch Mitglied und viele unserer Freunde auch, aber genutzt haben wir das Netzwerk noch nie. Es kommt irgendwie nicht so richtig Freude auf.

Doch verlieren wir noch ein paar Worte zur Exklusivität dieser Veranstaltung. Eine Casting-Show-Gewinnerin, eine ehemalige Miss Earth, eine amtierende Freundin vom Mister Schweiz und eine vor Dummheit strotzende Ex-Frau eines vor Dummheit strotzenden Ex-Fussballers – das war der ganze Glitz & Glam an diesem Erbschaftstreffen. Komisch nur, das X.T. aus L. nicht dabei war, zumal ihr “guter” Freund Adrien Brody – wohl gegen eine fette Gage – eingeflogen worden ist. Vermutlich war sie da gerade auf einem Unternehmerkongress in Piönjang.

Und nun zu den beiden reichen und erfolgreichen Darstellerinnen aus der RTL-Posse. Jene, die sich das Kleid für 6’500 Stutz leisten kann, ist so erfolgreich, dass sie es schon ins Langenthaler Tagblatt geschafft hat, sich mit Anita Buri zusammen für deren Plemplem-Taschen ablichten lassen durfte, oder am Perosa-Weihnachtsapéro in Luzern den sabernden Rentnern Unterwäsche vorführen durfte.

Wie wahsinnig gut sie in der internationalen Szene vernetzt ist, zeigt auch ein Blick auf ihr LinkedIn-Profil:

Boaahhh…3 Verbindungen! Und so bescheiden – es müsste doch noch Schauspielerin und Sängerin heissen. Mindestens. Aber da kann Shawne sicher mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Die andere war mal Fräulein Erde. Was genau das sein soll, ist uns immer noch nicht klar. Ausser, dass sie gerne etwas von Nachhaltigkeit labern. Da passt Kusters grosskotziges Statement auf RTL nahtlos rein. Auch sie hat ein bemerkenswertes Palmares. Zum Beispiel in Unterwäsche an einer Geschäftseröffnung rumlungern oder sich selbst auf ein Auto kleben. Und genau wie X.T. aus L, möchte sich auch Fräulein Erde als Marke positionieren:

Sie stellt auch eine raffinierte Assoziation her: LAK steht für «luck», Glück. Das ist doch mal laterales Denken vom Feinsten. Uns fällt im Zusammenhang mit LAK aber noch eine andere Assoziation ein – das Wort endet auch mit «uck».


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Schüleraufsätze publizieren

Die für uns schönste Bescherung zum Fest liefern unsere Freunde von SI Online. Mit dem letzten Beitrag zu einer Lokalsender-Wettermoderatorin laufen sie zu satirischer Höchstform auf! Schon alleine der Titel ist an Ironie kaum zu überbieten:
«Die Moderatorin wird Schrifstellerin» – klingt das aber bedeutungsschwanger…

Doch wenden wir uns dem Text zu, der so lustig ist, dass man ihn hier eigentlich im Original wiedergeben müsste. Machen wir aber nicht, wir wollen ja auch noch unseren Senf dazu geben.

Das sei ein Kindheitstraum von ihr, hat Linda der SI Online gestanden. Und dann folgt ein erstes Highlight: «Während des Interviews befindet sich Gwerder in einem Kaffee in München, trinkt Chai-Latte und sitzt an ihrem Laptop. Gerade beschreibe sie in ihrem Text die Menschen um sich herum, erklärt sie.» Also was jetzt? Schreibt sie ernsthaft Texte oder gibt sie Kaffee saufend Interviews?

Und dann verrät uns die schriftstellernde Wettermoderatorin, dass sie schon als kleines Mädchen Geschichten geschrieben habe. «Ich beschrieb Alltagssituationen, die Schule, dichtete etwas über Häschen.» Doch jetzt kommt’s: auch diese Geschichten werden ihren Weg in Lindas Buch finden. Wir dürfen uns also nicht nur Signalementsbeschreibungen von zufällig ausgesuchten Münchnern zu Gemüte führen, sondern auch Kindergedichte über Häschen…soo schööön!

Wir haben uns gleich entschlossen, es unserem grossen Vorbild Linda Gwerder gleich zu tun – auch wir werden Schriftsteller. Zu diesem Zweck haben wir unsere Eltern gebeten, uns unsere Unterstufen-Schulaufsätze zukommen zu lassen. Denn genau wie Linda, waren auch wir damals schon wahnsinnig gesellschaftskritisch. Und wir sind es erst noch geblieben.

Ach ja, wann genau das Buch erscheinen soll, weiss die Wetterfee nicht. Sie hat auch keinen Verlag und meint, sie wolle das Buch bis 40 veröffentlicht haben. Heute ist sie 26. Bis dahin werden sich unsere Schulaufsätze tausendfach verkauft haben. Und die «SI» wird tausende realsatirische Beiträge abgeliefert haben.

Die schöne Geschichte kann man hier lesen.


Freitag, 23. Dezember 2011, 12:00

Die Porno-Stimme

Neulich abends war “Salto Natale” auf dem Programm. Unfreiwillig, arbeits-team-building, vorweihnachtlich. Das Programm ist voll 80iger-mässig, verquast rockig, irgendwie tragisch too much und versucht dramatisch. Künstlicher Nebel, rockige Musikanten, die gar nicht rocken: so zb. eine stiefelbewehrte asiatische Elektroviolinen-Malträtiererin mit dem Auftakt des uralt “Klassiker” des Cancan von Jacques Offenbach (gähn). Taaaaa ta ta ta ta taaa taaa, Sie wissen schon.

Sintis und Romas wirbeln durch die Luft, muskulöse Zwerg-Chinesen bauen als menschliche Pyramide die Grosse Mauer nach (gähn) und ein endlos quasselnder irgendwie spanischer Alleinunterhalter macht auf Kliby & Caroline zweipunktnull. Bauchredner im Zeitalter des Webs, wie avantgardistisch.

Aber dann (Trommelwirbel) und frei nach dem Highlander-Credo, nach dem es nur eine geben kann: La Fäh.

Quelle: SI Online

Im einschlägigen Filmschaffen (siehe Headline) sind die schauspielerischen Qualitäten – sagen wir mal – zweitrangig. Ein Gleichton-Oh-Ja-Oh-Ja reicht fürs Grobe. Stimmvolumen egal, Kreativität furzegal, Phonologie nicht mal buchstabierbar. Genau so geht es Linda Fäh. Ein trällerndes Nichts, oh-ja-oh-ja mit dem Stimmvolumen einer Quietschente, Intonation mehr als ein Fremdwort, Rhythmik gaga.

Die Gute kann nicht singen. Nicht! Gar nicht. Sie kann auch nicht gehen, sie strakst mit ihren Stilettos um die Manege wie ein Bauer über den gepflügten Acker. Warum sie in Reiz-Unterwäsche (Body und Strapse) trällernd herumstrakst, bleibt bis zum Schluss ein Rätsel – sie hat das Sexappeal einer russischen Telefonkabine.

Aber, immer schön fair bleiben: beim durchschnittlichen Publikum kommt’s (hehe) rüber. Der fette schnauztragende Herr Schweizer in der ersten Reihe sabbert ohne Pause, wenn die Fäh ihre Oh-Ja-Oh-Ja-Runden trampelt und ihm mit der Wäsche an die Wäsche geht.
Oh ja, oh ja.


Montag, 12. Dezember 2011, 12:31
Namen:

Sinplus plus Ex-Miss-Kandidatin fahren nach Baku

Gestern war wieder ein Fest für die Freunde der unbedarften U-Musik. In der schönen Kreuzlinger Eishalle gaben sich alle, die nicht singen können, aber singen wollen, ein Stelldichein. Ganz am Schluss gewannen Sinplus aus dem Tessin.

Sinplus, das sind zwei Brüder mit uuh lässen Frisuren, die Ex-Miss-Schweiz-Dritte aus dem Jahr 2008, die den Bass schmückt und ein anonymer Schlagzeuger. Tatsächlich gehörten Sinplus zu den eher besseren Beiträgen des Abends. War aber auch nicht soo schwierig. Die Sendung gehörte zu denen, die zwar viele schauen, die man aber auch aufzählt, wenn man über die Billag lästert.

Am Mikro war wie immer Mehrzweckhampelmann Sven. In der Jury der Schwiegermütterbediener Nik Hartmann, Wer-war-das-schon-wieder-Stämpf und Carlos Leal, der Mann des Abends. Zu beurteilen gabs unter anderen einen drögen Song von Fabienne Louves, deren Stimme um soviel abgenommen, wie ihre Oberweite zugenommen hat, ein gefühltes Dutzend Schülerbands und eine Sängerin, deren Comeback nach 55 Jahren auch nicht sein wollte. Ivo, der Innerschweizer Verschnitt von Kurt Cobain und dem neuen Gotthard-Sänger hatte trotz ehrlichen Bemühens ebenso keine Chance wie Emel. Da nützte es auch nichts, dass Frank Bodin sich in der vordersten Reihe die Finger wund voutete.

Star des Abends war unbestritten Carlos Leal, der sich bemühte, seinen Ruf mit diesem Engagement nicht ganz zu versauen. Er war ziemlich ehrlich und musste deshalb auch Lys Assia daran erinnern, dass sie in der Zukunft angelangt sei.

Und wie siehts jetzt aus für Baku?

Mit Sinplus haben wir eine Band, die am ESC vermutlich nicht für einen grossen Ausreisser nach unten sorgen wird. “Switzerland Siro Pointzz” wird es diesmal nicht heissen. Sinplus ist nämlich durchaus eurovisionstauglich und die beiden Jungs sind ganz nett anzusehen. Das gefällt den Mädels und einem Teil der Jungs. Die anderen Jungs und die männlichen Lys Assia Fans werden auf Lisa Panigada starren, die am Bass das Füdli schwenkt.

Jetzt hat sie’s doch noch geschafft, am Schweizer Fernsehen gross rauszukommen. Mit ihrem (immer noch?) Gschpuusi, dem Sänger von Sinplus. Schappoo Lisa! Und Bravo, falls Du tatsächlich den Bass spielst.


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