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Bliggensdorfer Bösbueb?

Bild: Keystone

Es ist still geworden um den netten Burschen. War es im vergangenen Jahr schier unmöglich, dass Bligg einem nicht vor die Linse stolperte, hat es der hiesige Rapgott und Übermusiker (nur zwei Acts stahlen Bligg in der jüngeren Vergangenheit die Show: Stress bei den Swiss Music Awards und Francine Jordi bei Die Grössten Schweizer Hits) merklich ruhiger angehen lassen.
Seinen «Blogg» versorgte er nach eigenen Angaben nur noch «sporadisch» mit Werbung, Börn Babies und Fashion. Vor seiner Auszeit setzte er alles daran, sein Saubermann- und Ich-Bin-Guter-Schwiegersohn-Image zu zementieren (Schweizer Familie-Titelstory vom 07. Januar).

Nun nimmt Bligg mit Blick auf sein kommendes Album langsam wieder Fahrt auf (Clubbing für Teenies an einem Mittwochnachmittag im Kaufleuten und Grillfest bei Bell) und geht unter die Bösen Buben – nicht unter die vom Format Ich-Trag-Meine-Baggies-In-Den-Kniekehlen, sondern unter die Furrer Nöldis und Stucki Christians. Ganz zielgruppengerecht eben. So hat der Bligg einen seiner neuen Songs für die SF bi de Lüt-Dok «Die Bösen» frei gegeben und wird seine erste Single vom kommenden Album am Eidgenössichen Schwingfest präsentieren dürfen.

Eine halbe Million Menschen wird sich das Spektakel in der Glotze reinziehen. Weil im Sägmähl in Frauenfeld spielt ja schliesslich die Musik.

Da kann ja im Hinblick auf die nächste Scheibe schon fast nichts mehr schiefgehen, schon gar nicht, wenn der Roman an den Reglern und der Walter am Hackbrett sitzt, der Stress auf irgend ’nem Song den Umweltschützer miemt und der Baschi den Refrain dazu trällert (dann natürlich wieder in Dialekt).

Bleibt zu hoffen, dass Bliggs Flirts mit Unbekannten fruchten und so die Liebe seine Pläne durchkreuzt. «Gott wollte Platin statt Kinder für mich. Ich persönlich wäre lieber Vater geworden» (Blick.ch, 20.11.2009). Also los jetzt, Herr Bliggensdorfer, ran an den Speck, denn wer keine Frau hat, hat keinen Sohn, dem er seine edle IWC vermachen kann.


Mittwoch, 28. Juli 2010, 08:00
Kategorie: Musik
Namen:
  1. besserwisser

    28. Juli 2010, 09:38

    Idiotenapostroph!

    Daumen hoch 0 Daumen runter 0

  2. Kurt Diggler

    28. Juli 2010, 11:53

    Schuldig im Sinne der Anklage

    Daumen hoch 0 Daumen runter 0

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