Exklusiv! Das Tagebuch von Mark van Huisseling
Exklusiv – und nur hier zu lesen: Auszüge aus dem fiktiven Tagebuch von Mark van Huisseling, einem “Weltwoche”-Promi-Klatschonkel (bekannt auch als MvH), der an diesem Donnerstag, 24. Juni, mit seiner eigenen People- und Lifestylesendung “MvH – the place to be” um 20 Uhr Premiere auf dem Kanal von Prosieben feiert:
31. Dez. 2009: Vergangenes Jahr war mein Annus horribilis. Warum musste Radio-Opa Roger Schawinski aber auch meine Society-Kolumne absetzen? The readhead (MvH’s Freundin, Anmerk. der Red.) sagt doch immer, mein Berndeutsch sei zauberhaft (Ich bleibe aber Roger und seinem Sender gedanklich verbunden).
1 Jan. 2010: Das Medienmagazin “Klartext” interviewt mich. Ungefragt mache ich meinem schönen Chef ein verspätetes Weihnachtsgeschenk: “Ich denke, Roger Köppel hat am meisten Ausstrahlung von allen “Weltwoche”-Autoren. Dann kommt Urs Paul Engeler… und dann vielleicht ich.”
1 Jan., 23.12 Uhr: SMS vom Chef: Interview schön, besonders meine Antwort: “Ich finde das, was ich mache, schon recht cool. Ich weiss einfach nicht, ob es immer noch cool ist, cool zu sein.” Cool.
6. Jan.: Neues Jahr, neues Begehren – im “Blick am Abend” erkläre ich das Weibliche: “Natürlich gibt es das Phänomen, dass Frauen genau den Mann begehren, der viele Frauen hatte. Weshalb ich das weiss? Weil ich weiss, wie die Welt und die Frauen funktionieren.”
7. Januar: Chef schön böse: Wieso ich mich als Nachfolger von “Blick”-Sexberaterin Eliane Schweitzer beworben habe? MvH ist ein Mann. Genauer gesagt ein sexuell kompetenter Mann. Darum leiste ich anderen Männern gerne Erste Hilfe.
1. Feb.: Heute ist der schönste Tag meines Lebens: Ich werde demnächst auf Prosieben ein Peoplemagazin moderieren. Ich, ein Fernsehstar! Ich, eine helvetische Frauke Ludowig!
6. Feb.: Am Opernball treffe ich Ingrid Deltenre, Ex-Chefin des Schweizer Fernsehen. Sie ist hässig, will wissen, warum MvH nicht für “Glanz&Gloria” arbeitet? Habe Schuldgefühle (aber weiss nicht wieso).
18. Feb.: Ein Promiblogger gräbt ein altes Youtube-Filmli (in dem ich schrecklich lange Finger habe) aus. Dieses Arsch vermiest mir meine Fernsehkarriere nicht – niemals!
6. März: Dem “St. Galler Tagblatt” antworte ich ehrlich: “Ich bin ein Viertelprominenter.”
8. April: Silvia Affolter, eine Ex-Miss, ist verliebt. Ich notiere in der “Weltwoche”: “In einen Mann, der verheiratet ist. Er wolle zu Hause ausziehen…”
6. Juni: Was Journalistenkollegen immer behaupten: Verlegergattin Raquel Marquard sei meine Flüsterin. Und wenn schon: Ich verrate sowieso nichts, man ist schliesslich diskret und MvH (und nicht UBS).
7. Juni: Die Affolter klagt. Je unwichtiger der Promi, desto wichtiger tut er.
7. Juni, 23.21 Uhr: SMS vom Chef: Affolter kein Thema mehr!
8. Juni, 0.12 Uhr: Nochmals der Chef: Wann ich Christoph Mörgeli, ein Freund und Helfer, endlich wieder erwähne?
8. Juni: MvH auf allen Kanälen (ab 24. Juni auch auf Prosieben). Der “Schweizer Illustrierten” verrate ich Dinge, die ich unbedingt tun muss: Eine Fernseh-Show, die so gut ist, dass Roger Köppel nicht fragt: “Weshalb machst du diesen Mist?” Und: Ein Buch schreiben. Einen Augenblick, ich habe schon zwei geschrieben. In Ordnung, einen Roman schreiben (dann bin ich endlich besser bezahlt als Martin Suter).
10. Juni: “Lieber MvH, uns mag man”, schreibt Blocher-Tochter Miriam. Was hat dieses Guetsli eigentlich das Gefühl? Ich mich auch.
24. Juni: Ab heute ist MvH ein Fernsehstar. Cool.
25. Juni: In 301 Tagen wird Urs Paul Engeler pensioniert. MvH ist dann der schönste “Weltwoche”-Redaktor (sagt auch the readhead).
…mehr von Bruno gibt’s auf Bötschi klatscht!





