Die Grüne Fee
Kennen Sie die «grüne Fee»? Wenn Sie jetzt meinen, wir reden von einem sehr starken alkoholischen Getränk, welches lange Zeit verboten war, dann irren Sie sich. Obwohl, etwas hat unsere «grüne Fee» mit Absinth gemeinsam – sie betäubt unsere Sinne, weckt Übelkeit und macht bei zu viel Konsum aggressiv.
Und das ist sie, unsere «grüne Fee»:
Also wir nennen Sie nicht etwa «grüne Fee» wegen ihrem froschgrünen Nuttenoutfit. Nein, den Titel «grüne Fee» hat sie sich dank ihrem nachhaltigen Engagement für die Umwelt verdient. Worin das besteht? Sie möchte Al Gore in ihrer imaginären Talkshow haben, um mit ihm über seinen Dokfilm «An Inconvenient Truth» zu debattieren. Die Finanzexpertin als Umweltaktivistin, verstehen Sie?
Woher wir das wissen? Vom neuen grünen «Beobachter». Dem hat X.T. aus L. ein Interview gegeben, in dem Sie sich bewusst ökologisch gibt. War uns bis anhin gar nicht so aufgefallen. Oder fliegen die Jets, mit denen sie vollkommen sinnentleert und nur für das eigene Ego in der ganzen Welt umher fliegt, etwa mit Ökosprit?
In dem Interview wird ihr absolut zu Recht vorgehalten, “ihre” tolle Sendung in Italien bringe Porträts über Marken wie Lamborghini oder Moncler – PR-Beiträge für Luxusprodukte. Das einzig grüne an der Sendung sei ihr Kleid gewesen. Und dann wird sie zur Auswahl der porträtierten Firmen gefragt.
Hmmm…interessant, von der rentnertauglichen Ansagerin zur Macherin einer ganzen Sendung innerhalb weniger Wochen. Und noch interessanter, wenn man die Aussage im Kontext folgender Antwort liest:
Verstehen Sie? Den Inhalt der Sendung bestimmt Barbie ganz alleine, aber die Klamotten werden ihr vorgegeben, ihr, die doch so gekonnt Eigenbranding betreibt, ihr, dem internationalen Topmodel.
Dann folgt eine weitere absolut berechtigte Frage des «Beobachter»:
Ach so, das wird sich von selbst e-rgeben, vermutlich per e-mail. Und nein, wir hören nicht, dass sie etwas Interessantes zu erzählen hat. Was wir aber sehr wohl hören (und sehen), ist eine Peinlichkeit nach der anderen. Und zur angeblichen Intelligenz liefert sie dann auch noch gleich den Beweis:
Schlüssiger kann man eine Frage gar nicht beantworten, gell?
Noch einen kleinen Tipp an den «Beobachter»: wenn ihr «Beobachter Natur» als ernstzunehmendes Umwelt-Organ positionieren wollt, solltet ihr auch ernstzunehmende Leute interviewen…






