Neulich abends war “Salto Natale” auf dem Programm. Unfreiwillig, arbeits-team-building, vorweihnachtlich. Das Programm ist voll 80iger-mässig, verquast rockig, irgendwie tragisch too much und versucht dramatisch. Künstlicher Nebel, rockige Musikanten, die gar nicht rocken: so zb. eine stiefelbewehrte asiatische Elektroviolinen-Malträtiererin mit dem Auftakt des uralt “Klassiker” des Cancan von Jacques Offenbach (gähn). Taaaaa ta ta ta ta taaa taaa, Sie wissen schon.
Sintis und Romas wirbeln durch die Luft, muskulöse Zwerg-Chinesen bauen als menschliche Pyramide die Grosse Mauer nach (gähn) und ein endlos quasselnder irgendwie spanischer Alleinunterhalter macht auf Kliby & Caroline zweipunktnull. Bauchredner im Zeitalter des Webs, wie avantgardistisch.
Aber dann (Trommelwirbel) und frei nach dem Highlander-Credo, nach dem es nur eine geben kann: La Fäh.

Quelle: SI Online
Im einschlägigen Filmschaffen (siehe Headline) sind die schauspielerischen Qualitäten – sagen wir mal – zweitrangig. Ein Gleichton-Oh-Ja-Oh-Ja reicht fürs Grobe. Stimmvolumen egal, Kreativität furzegal, Phonologie nicht mal buchstabierbar. Genau so geht es Linda Fäh. Ein trällerndes Nichts, oh-ja-oh-ja mit dem Stimmvolumen einer Quietschente, Intonation mehr als ein Fremdwort, Rhythmik gaga.
Die Gute kann nicht singen. Nicht! Gar nicht. Sie kann auch nicht gehen, sie strakst mit ihren Stilettos um die Manege wie ein Bauer über den gepflügten Acker. Warum sie in Reiz-Unterwäsche (Body und Strapse) trällernd herumstrakst, bleibt bis zum Schluss ein Rätsel – sie hat das Sexappeal einer russischen Telefonkabine.
Aber, immer schön fair bleiben: beim durchschnittlichen Publikum kommt’s (hehe) rüber. Der fette schnauztragende Herr Schweizer in der ersten Reihe sabbert ohne Pause, wenn die Fäh ihre Oh-Ja-Oh-Ja-Runden trampelt und ihm mit der Wäsche an die Wäsche geht.
Oh ja, oh ja.

© RDB/SI/Reichenbach
In einem Interview mit der «Schweizer Illustrierten» vor einem Jahr sagte Kuno Lauener über die Liebe: «Die braucht keine Definition. Wenn ich’s spüre, dann spür ich’s.»
Meint der etwas schwindlige Kuno dieses nun nach Karl Popper (nicht durch die Definition wird die Anwendung eines Begriffes festgelegt, sondern die Verwendung des Begriffes legt das fest, was man seine “Definition” oder seine “Bedeutung” nennt. Anders ausgedrückt: Es gibt nur Gebrauchsdefinitionen) oder doch eher als konnotative Definition, also eine Angabe der Intention des Wortes. Hmmm…! Gschpürsch mi?

Quelle: müssen wir sie wiederholen?
Haki heiratet. Welch weltbewegende News! Und somit wird der süsse Unfall mit den leicht fussballbrasilianisch induzierten Namen Diego Leandro (wenn’s nur ein Meitli gewesen wäre, dann wohl eher Giselle Heidi) integriert. Die magische Frage, in welcher Sprache Diego sich in Zukunft auf dem Bolzplatz austauschen wird, orakelt Hakan: «Tanja redet mit ihm in ihrer Muttersprache Kroatisch, ich bringe ihm Türkisch bei. In der Schule wird er Deutsch lernen. So stehen ihm später alle Türen offen». Aha! Alle Türen? Das ist ja süper, einmal durch die Türe zum Balkan, zweimal zum Bospurus und dort vielleicht dreimal zum Posten eines Platzwartes unter einem abgehalfterten Bundesligatrainer bei Galatasaray. Mit Englisch oder gar Chinesisch wäre das natürlich alles ein Türchen kleiner: The World is my Oyster.
Die allgegenwärtige Mrs. Schweiz Karina Berger und die ach so umtriebige Ex-Miss-Schweiz Nadine Vinzens waren neulich in weiteren leicht unnötigen Miss und Mister Jurys anzutreffen, frei nach dem lehrreichen Motto “repetitio mater studiorum est”. Diesmal ging’s um die Wahl der Miss Campus und des Uniboys. UniBOY? Warum eigentlich nicht Mister Uni? Tja, und wenn der dann von der ETH käme? Hmm… schwierig, irgendwie. Intellektuell fordernd. Aber das macht den anzustrebenden Titel “Uniboy/CampusGirl” ja nicht weniger simplizistisch bzw. zu einer Contradictio. Man nehme: Halbwegs gut aussehende Studentinnen und Studis, ziehe sie aus und lasse sie vor Berger und Vinzens hin und her wackeln. Einzige Vorgabe, falls vorhanden – Hirn an Body: Ich schalte mich jetzt mal aus. Ja, und damit der Circulus auch schön vitiosus wird, musste die Berger nun noch die irgendwo aufgetauchten und in 20min gezeigten “erotischen” Bildli von der Vinzens mit “not amused” kommentieren. Aha! Das riecht nach Zoff, Missen-Zoff. Lässt sich das Image der Missen Missen tatsächlich beschädigen durch ein paar Schmuddelbildli? Wir bleiben dran.
